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Der Nullpunkt ist aus praktischen Gründen nicht das galaktische Zentrum

Programm:
Vernissage am Freitag, 17.06.2022, ab 18 Uhr geöffnet
18:30 Uhr – Performance EL GRANDE NADA von Christoph Liedtke, 
im Anschluss geben Maximilian J. Fleischer und Anna Goltz eine Einführung,
danach legen Karl Schinkel und Lea Legrand auf.
Samstag: ab 12 Uhr geöffnet
17 Uhr – Lesung von Jana Isabella Luck, sie liest Passagen aus ihrem Künstlerinnenbuch Nicht der erste Boden, nicht der letzte Horizont – Die Reise und die Künstlerin,
im Anschluss gibt es Musik

Sonntag: ab 12 Uhr geöffnet
16 Uhr – Kaffeeklatsch mit Kollektiv Kunstgeschichte,
offene Runde mit Kunsthistoriker*innen, Künstler*innen und Besucher*innen bei Kaffee und Kuchen
 

Seit dem 16. Jahrhundert ist das heliozentrische Weltbild der Ausgangspunkt einer menschlichen Perspektive auf das Universum.

Die Sonne gilt als “Zentrum der Galaxie”, obwohl der eigentliche Mittelpunkt genau der Ort ist, an dem das sichtbare Band der Milchstraße am dichtesten ist.

Wollte man heute die Natur- und astrowissenschaftlichen Sachverhalte auf eine gesellschaftliche Ebene übertragen, so könnte man sagen, dass an die Stelle des Heliozentrismus ein Anthropozentrismus tritt, der den Menschen in seiner irdisch-sozialen, aber auch galaktischen Selbstverortung zum Nullpunkt aller Werte macht.

In Bezug auf eine künstlerische Praxis eröffnet dieses Themenfeld einen ganzen Kosmos an Fragestellungen, die von einer Suche nach extraterrestrischen Existenzen über Perspektivreflexionen bis hin zu erkenntnistheoretischen Überlegungen reichen können.

So versammeln sich in der durch Anna Goltz und Maximilian J. Fleischer kuratierten Ausstellung “Der Nullpunkt ist aus praktischen Gründen nicht das galaktische Zentrum” neun künstlerische Positionen, die sich dem übergeordneten Thema auf unterschiedliche Weise nähern.