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Alexander Roschke

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https://www.instagram.com/alex_lupe_roschke

https://www.instagram.com/alex_lupe_collage

Alexander Roschkes künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Beobachtung und Transformation. In seinen Arbeiten untersucht er, wie Bilder – insbesondere von Körpern, Landschaften und symbolisch aufgeladenen Objekten – gesellschaftlich verhandelt, medial codiert und emotional aufgeladen werden. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Sichtbarkeit entsteht, wer sie kontrolliert und was im Schatten dominanter Bildstrukturen verborgen bleibt.

Ob als installative Arbiten, Malereien oder in prozessorientierten Formaten; stets bewegt sich sein Werk im Spannungsfeld zwischen Selbstinszenierung, Repräsentation, Öffentlichkeit und Intimität. So können z.B. Betrachter:innen selbst in interaktiven Installationen eingreifen, etwa durch Verschieben, Verdecken oder Bewerten von Bildteilen. Es entsteht ein kollektiver, sich verändernder Wahrnehmungsprozess, der selbst zum Bestandteil des Kunstwerks wird.

“Alex_Lupe_Roschke” , 15x15cm, Öl auf Holz, Magnete, 2024

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Auseinandersetzung mit der Transformation von Landschaft durch technologischen Eingriff. In der Werkgruppe “Domar al viento – Die Zähmung des Windes” reflektiert Roschke in Malereien, Fotografien und einer Multimediainstallation die landschaftsverändernde Wirkung von Windkraftanlagen – und die damit verbundenen Fragen von Aneignung, Maßstab, Ökonomie und Macht.

“Alles genormt/ Todo normalizado”, je 29,7×21 cm, Öl auf Holz, Magnete, 2023

Auch in anderen Werkgruppen – etwa zu digitalen Bildkulturen, magischen Objekten oder postesoterischen Symbolsystemen – thematisiert Roschke die Reibung zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen Rationalität und spirituellem Bedürfnis. Seine Arbeiten verbinden dokumentarische Beobachtung mit assoziativer Überzeichnung und öffnen Räume für individuelle wie kollektive Projektionen.

“Enter the Magic End”, 25,5x16x3,5 cm, Öl auf Holz, 2023

“Posessed”, 25,5x16x3,5 cm, Öl auf Holz, 2023

Roschkes Werk entsteht als offenes Geflecht – ein Ort, an dem Begehren, Kontrolle, Technik, Körper und Glaubenssysteme ineinander verwoben sind. Immer wieder geht es um die Frage, wie Bedeutung entsteht – und wie sie verschoben werden kann.